Auf der CAGGTUS 2026 in Leipzig gaben Arno und Sven vom Entwicklerstudio Kranich spannende Einblicke in ihr aktuelles Projekt „Garden Ink„. Im Interview sprachen die beiden Gründer über unerwartete Kurswechsel bei der Spielentwicklung, ihren beeindruckenden Messe-Marathon und gaben wertvolle Ratschläge für angehende Indie-Entwickler mit auf den Weg.

„Garden Ink“: Entspannen, Malen und Entdecken

Das Herzstück von „Garden Ink“ ist das gemütliche Sandbox-Gameplay: Getreu dem Motto „Male, kombiniere und entdecke!“ starten Spieler mit einer leeren Leinwand und füllen die Welt nach und nach mit Leben. Es ist ein Spiel zum Herunterkommen, das wie eine Art interaktives Malbuch funktioniert. Man kann Dekorationen und Malwerkzeuge frei kombinieren, um die Umgebung individuell anzupassen und neue Farbpaletten freizuschalten. Dabei besticht der Titel durch handgemalte Grafiken und eine eigene, entspannende Musik, die zum Verweilen einlädt. Doch gänzlich abschalten muss man nicht: In der Welt sind verschiedene süße Überraschungen, charmante Minigames und kleine Rätsel versteckt, die einen stets auf Trab halten und für die nötige Abwechslung sorgen.

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Ein ganz eigener, charmanter Grafikstil lädt in eine eigene Welt ein © Kranich Games – Concept Artwork

Vom stressigen Überlebenskampf zur Wohlfühloase

Interessanterweise sah das ursprüngliche Konzept völlig anders aus. Zu Beginn der Entwicklung war ein viel stressigerer Gameplay-Loop geplant: Spieler sollten niedliche Blattwesen pflanzen und diese nachts vor dem Angriff böser Geister und Monster beschützen. Doch schon beim ersten Testen zeigte sich, dass diese Mechaniken viel zu anstrengend waren. Die Tester äußerten den Wunsch nach etwas Gechillterem – sie wollten einfach nur entspannt die Welt anmalen und ausbauen. Arno und Sven reagierten auf dieses Feedback, warfen die stressigen Elemente über Bord und schufen so die rein entspannende Atmosphäre, die „Garden Ink“ heute auszeichnet. Seit das Projekt Anfang 2025 eine Förderung erhielt, arbeiten die beiden nun seit eineinhalb Jahren in Vollzeit an ihrer Vision.

Messe-Marathon und Ratschläge für Entwickler

Mittlerweile blickt das Team auf einen echten Messe-Marathon zurück, doch die Mühe lohnt sich: Ein Release von „Garden Ink“ ist fest für dieses Jahr geplant. Wer nicht so lange warten möchte, kann bereits jetzt eine kostenlose Demo auf Steam ausprobieren. Aus ihren eigenen Erfahrungen haben die Entwickler zudem essenzielle Tipps für angehende Indie-Kollegen mitgebracht. So geben sie offen zu, dass ihr eigener Scope zu Beginn viel zu groß war.

Ihr Rat lautet daher: Haltet den Rahmen klein, baut unbedingt zuerst Prototypen und holt so früh wie möglich Feedback ein. Man sollte ganz viel testen und dabei vor allem das Spiel von vielen unterschiedlichen Leuten spielen lassen, bevor man zu viel Zeit in fertige Artworks investiert, die später vielleicht gar nicht mehr zum Gameplay passen.

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Eine weiße Leinwand wartet darauf nach euren Wünschen gestaltet zu werden | © Kranich Games – Ingame Screenshot

Weiterführende Informationen und Links

Ihr könnt eine erste Demo bereits auf Steam spielen: Garden Ink bei Steam

Offizielle Website von Kranich Games
Instagram von Kranich Games

Das Kurzinterview mit Arne Jürgens & Sven Mehlhorn von Kranich; (ungeschnitten, unbearbeitet):

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Overthinking gaming enthusiast with Twitch tendencies

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